Panel 1
„Bildet Kollektive! - Wie gesellschaftskritisch sind unsere Arbeitsweisen?“
Zum Gründungsmythos des freien Theaters gehört die Ablehnung hierarchischer Strukturen. Man versuchte, neue Arbeitsweisen zu schaffen, um Gegenbilder zur herrschenden Gesellschaft zu kreieren. Mittlerweile sind kollektive und kollaborative Produktionsweisen mit flachen Hierarchien zum Charakteristikum zeitgenössischer Produktion in den Darstellenden Künsten geworden. Wie viel politisches Potenzial steckt noch in solchen Strukturen in einer Zeit, in der auch Unternehmen ähnliche Arbeitsformen praktizieren?
Impuls: Angelika Sieburg (Wu Wei Theater, Frankfurt), Fanny Halmburger (SheShePop, Berlin), Veit Merkle (Turbo Pascal, Berlin)
Panel 2
„Our house? - Wie relevant sind freie Theaterhäuser für Freies Theater?“
Freie Theater wollten immer eigene Orte schaffen, die mit der freien Szene identifiziert sind und die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen. Werden unsere freien Theaterhäuser diesem Ideal gerecht? Was ist eigentlich ein freies Theaterhaus? Wie funktionieren Produktionshäuser in anderen Ländern? Welche neuen Modelle könnte es geben, Künstler und Publikum an der Programmgestaltung zu beteiligen?
Impuls: Susanne Brauer (Kulturamt Mannheim), Veit Sprenger (Showcase Beat le Mot, Hamburg/Berlin), Sven Till (fabrik Potsdam), Winfried Wrede (theater wrede, Oldenburg)Wandel in Kunst und Gesellschaft.
Freies Theater – eine Herausforderung!
Ein Impulsreferat von Jochen Sandig.
Offene Fördermöglichkeiten für freie Projekte werden immer geringer. Immer mehr Geldgeber verbinden mit ihrer Förderung thematische Vorgaben. Das führt dazu, dass politische Konjunkturen, soziale und pädagogische
Anforderungen und staatliche wie ökonomische Interessen die Themen der freien Darstellenden Künste beeinflussen. Ist diese Form der bedingten Förderung eine neue Form von Zensur? Ist das Kuratieren von Förderprogrammen eine eigene Kunstform? Ist freie Kunst unter diesen Rahmenbedingungen noch möglich?
Impuls: Joachim Gerstmeier (Siemens Art Program, München – angefragt), Kirsten Hass (Kulturstiftung des Bundes, Halle), Sandra Klöß und Janina Benduski (ehrliche arbeit – Freies Kulturbüro, BerlinWandel in Kunst und Gesellschaft. Gesellschaft im Wandel. Ein Impulsreferat von Andreas Fanizadeh.
Die Theaterszene in Europa befindet sich im Umbruch. Auch die strikte Trennung von öffentlichen Bühnen und freier Szene in Deutschland bricht immer weiter auf. Um darauf zu reagieren, scheinen ein gemeinsames Umdenken und der Ausbau bestehender Kooperationen zwischen den Freien und den Stadt- und Staatstheatern zwingend. Wie könnten zukunftsfähige Strukturen der Zukunft aussehen? Wie viel Kooperation wünschen wir uns und welche Eigenständigkeit brauchen wir?
Impuls: Anne Bonfert (Fräulein Wunder AG, Hildesheim), Kirsten Hass (Kulturstiftung des Bundes, Halle), Thomas Kraus (PAZZ_Festival, Oldenburg), Franziska Werner (sophiensaele, Berlin)
Rodrigo García, La Carnicería Teatro (ES): „VERSUS“ - anschließend Empfang

10:00 Uhr Eröffnung
11:00 Uhr Panel 1 und 2
14:00 Uhr Under Influece
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr Zukunftsvisionen
15:30 Uhr Kaffeepause
17:00 Uhr Abschluß
19:00 Uhr Eröffnung Theaterfestival.